Huber: „Patienten sollen wissen, dass Sie nach einem Herzinfarkt selbst eine Entscheidung für‘s Leben treffen können!“ Die drei wichtigsten und überlebensnotwendigen Maßnahmen für Betroffene seien:
- Regelmäßige Medikamenteneinnahme
- Regelmäßige Kontrolle wichtiger Werte, wie Blutdruck (unter 130/80 mmHg), Blutzucker (HbA1c-Langzeitwert Wert möglichst bei 6,5 Prozent) und Cholesterin (LDL-Cholesterin unter 70 Milligramm pro Deziliter Blut)
- Gesunder Lebensstil (z.B. dreimal wöchentlich Ausdauertraining)
Ein neuer Therapie-Pass, der vom Österreichischen Herzfonds mit Unterstützung des Pharmakonzens AstraZeneca entwickelt wurde, soll Patienten durch die ersten zwölf Monate nach dem Herzinfarkt begleiten und helfen, Herz-Kreislauf-Todesfälle zu verhindern. Otmar Pachinger, Präsident des Österreichischen Herzfonds: „Ein gesundes Leben zu führen, bedeutet keineswegs, auf ein gutes Leben zu verzichten.“ Ausdauertraining (z.B. Nordic Walking) im Ausmaß von dreimal 45 Minuten pro Woche schütze das Herz.
Mit zusätzlichem, gezieltem Krafttraining könnten Muskulatur, Kraft und Koordination erhalten werden. Der Innsbrucker Kardiologe: „Wenn möglich, sollte man das körperliche Training in den Alltag einbauen“. Auch Fernreisen oder einem Aufenthalt in den Bergen stünde nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt nichts im Wege. Kein Patient müsse auch aus Gründen der Vorsicht auf ein erfülltes Sexualleben verzichten
Donnerstag, 8. September 2011
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