Donnerstag, 3. Oktober 2013

Republik ohne Würde

"Vielleicht habe ich zu viel über Würde gelesen, um ernsthaft über österreichische Politik reden zu können" schreibt Armin Thurnher unter anderem in seinem Buch "Republik ohne Würde". Auf 300 Seiten folgen Fakten, Reflexionen und auch persönliche Betroffenheiten rasend schnell aufeinander: Wenn es zum Beispiel einmal nicht um Politik geht, sondern nur um das Achselzucken eines Beamten, der damit die Betroffenheit des Autors über den Diebstahl seines Laptops kommentiert. Auch das ist einer der Augenblicke in dem die Würde eines Menschen beschädigt wird, nicht nur zum Beispiel bei der Abschiebung von Minderjährigen in noch tiefere Ungewissheit.

Rainer Rosenberg spricht mit Falter Herausgeber Armin Thurnher über sein Buch, das Rezensenten als "Abrechnung mit Österreich" und als " sarkastische Sammelklage gegen die Verkommenheit von Wählern und Gewählten" beschrieben haben.

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