"Vielleicht habe ich zu viel über Würde gelesen, um ernsthaft über
österreichische Politik reden zu können" schreibt Armin Thurnher unter
anderem in seinem Buch "Republik ohne Würde". Auf 300 Seiten folgen
Fakten, Reflexionen und auch persönliche Betroffenheiten rasend schnell
aufeinander: Wenn es zum Beispiel einmal nicht um Politik geht, sondern
nur um das Achselzucken eines Beamten, der damit die Betroffenheit des
Autors über den Diebstahl seines Laptops kommentiert. Auch das ist einer
der Augenblicke in dem die Würde eines Menschen beschädigt wird, nicht
nur zum Beispiel bei der Abschiebung von Minderjährigen in noch tiefere
Ungewissheit.
Rainer Rosenberg spricht mit Falter Herausgeber Armin Thurnher über sein
Buch, das Rezensenten als "Abrechnung mit Österreich" und als "
sarkastische Sammelklage gegen die Verkommenheit von Wählern und
Gewählten" beschrieben haben.
Donnerstag, 3. Oktober 2013
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