Lob gibt es für Obama, der nach Meinung der Studienautoren den richtigen Weg eingeschlagen hat, indem er auf andere Staaten zugehe und den Dialog auch mit schwierigen Gesprächspartnern wie dem Iran und Russland suche. Er habe die Grenzen der USA erkannt, anderen Staaten den eigenen Willen aufzuzwingen, so die Experten.
Diese neuen Partnerschaften könnten künftig von enormer strategischer Bedeutung sein. "In den nächsten ein bis zwei Jahren werden die USA ihre Stärke vor allem darauf konzentrieren müssen, möglichst viele Staaten davon zu überzeugen, im Sinne Washingtons mehr Verantwortung zu übernehmen", heißt es in der Studie.
"Minilateralismus" entscheidend
Gerade in den Bereichen, in denen die USA stark gefordert seien, wird es laut IISS-Studie notwendig sein, mit den jeweils entscheidenden Staaten zusammenzuarbeiten. Gefragt sei eine "Koalition der Wichtigen", um regionale Konflikte, aber auch Themen wie den Klimawandel anzusprechen, so das IISS. Ein Test dafür sei der von Obama für März 2010 in Washington geplante Gipfel zur atomaren Sicherheit. Dieser "Minilateralismus" sei entscheidend für die künftige Position der USA in der Welt.
Mittwoch, 16. September 2009
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