Bei dieser Augenerkrankung ist die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhautmitte betroffen. Die Makula besitzt eine höhere Anzahl an Sinneszellen und braucht daher auch mehr Nährstoffe und Sauerstoff. Sie ist jedoch auf eine Versorgung über die Aderhaut, die direkt unterhalb der Sinneszellen verläuft, angewiesen.
Die Abfallprodukte werden von der darunter liegenden Gewebsschicht entsorgt. Im Laufe des Lebens kann es dabei zu Ablagerungen (Drusen) unter der Netzhaut und daraus resultierende Funktionseinbußen kommen.
Man unterscheidet die trockene und die feuchte Makuladegeneration. Bei der weitaus häufigeren "trockenen" Form sterben zentrale Netzhautzellen langsam ab. Bei der "feuchten" Makuladegeneration sprossen als Reaktion auf die Drusen neue Gefäße unter der Netzhaut. Aus diesen Blutgefäßen tritt aber Flüssigkeit oder auch Blut aus. Es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen unter der Makula, bzw. zur Narbenbildung.
Neue Therapie zur Behandlung der feuchten AMD
Derzeit wird die feuchte Makuladegeneration mit Anti VEGF-Substanzen behandelt, die in das Auge injiziert werden. Die VEGF-Substanzen blockieren das Wachstum der neuen Gefäße. Die Wirkung einer Spritze hält aber immer nur einen Monat.
Daher gibt es jetzt laut Frau Prof. Binder, Leiterin der Abteilung für Augenheilkunde am Krankenhaus Rudolfstiftung, die intraokuläre kurze Strahlentherapie.
Dabei handelt es sich um eine Betatron Strahlung, die eine sehr geringe Eindringtiefe hat, sodass anderes Gewebe und die Netzhaut nicht geschädigt werden. Diese Behandlung muss nur zwischen ein bis dreimal jährlich angewandt werden.
Trachoma
Trachoma ist eine bakterielle Augenerkrankung, die vor allem in Entwicklungsländern auftritt und unbehandelt zu Blindheit führt. Heute sind über acht Millionen Menschen weltweit aufgrund der Trachoma-Bakterien vollständig erblindet, und weitere 85 Millionen benötigen eine Behandlung, um nicht zu erblinden.
Die Krankheit führt dazu, dass sich das Augenlid nach innen dreht und die Wimpern über das Auge scheuern. Dies führt zu einer Vernarbung der Augenbindehaut und so zur Erblindung.
Frau Prof. Talin Barisani-Asenbauer, die auch bei uns in der Sendung zu Gast ist, forscht an einem Impfstoff gegen Trachoma. Der Impfstoff soll über die Augenoberfläche also über die Augenbindehaut verabreicht werden, da so das Immunsystem besser aktiviert wird.
Ihr Ziel ist es einen therapeutischen Impfstoff zu entwickeln, der zur Prophylaxe wie auch zur Therapie geeignet ist.
Montag, 27. September 2010
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