In einem zweiten Interessenschwerpunkt hat sich Gessner besonders auf die Theorie der Emotionen konzentriert. Seine Erkenntnisse zum Primat der Kognition in Emotionen hat er in der Monographie «Die kognitive Emergenz von Emotionen» (Mentis, 2004) dargelegt. Seit 2005 hat er ein von der Hasler Stiftung finanziertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt zu «Emotionalen Agenten» geleitet, das sich mit der Übertragung der Auslösebedingungen von Emotionen und der abhängigen Dimensionen in Emotionen (Mimik, Gestik, Handlungen, Sprechhandlungen) auf menschenähnliche Roboter (Androiden) beschäftigt.
Momentan konzentriert sich sein Interesse auf die Logik mentaler Ereignisse und auf mentale Modelle als Heuristiken zur Analyse der wesentlichen Komponenten von Subjektivität, Perspektivität und Personalität in kommunikativen und kooperativen Interaktionen. Diese Forschungsansätze werden in die Rekonstruktion mentaler Zustände in Androiden eingebracht werden, um deren Möglichkeiten und Kompetenzen zur elaborierteren Interaktion und Kommunikation mit Menschen zukünftig zu verbessern.
Donnerstag, 8. Juli 2010
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