Ein Wort des Bedauerns bringt der begünstigte Villacher Steuerberater sicher nicht über die Lippen, das kann man allein schon am Klang seiner Worte ablesen, denn er hat die Höhe dieses Honorars damals mit den hochnäsigen und die Steuer zahlende Bevölkerung verhöhnenden Worten begründet: „Es waren zwei arbeitsintensive Monate!“
Ist wahrscheinlich eh besser, dass der die Papp'n hält, das Geld hat er ja, was braucht er denn mehr, und den Enkelkindern wird's auch nicht schaden, er selber kann's eh nicht verbrauchen! Zuerst hätten es, wie man weiß, das steht jeden Tag in den Zeitungen, und man muss es gebetsmühlenartig wiederholen, zuerst hätten es also zwölf Millionen Euro sein sollen, dann hat man sich das schlechte röm.-kath. Gewissen, das „Patriotenrabatt“ genannt wurde, großzügigerweise über Nacht, nachdem der Herr wohl zehnmal durch einen Beichtstuhl aus Luft gegangen ist, sechs Millionen Euro kosten lassen. Der großzügige Kärntner-Anzug-Träger hat also nur mehr sechs Millionen Euro aus Landesvermögen in seine Brieftasche eingesackelt für dieses Sechs-Seiten-Papier, er hat also anstandshalber sechs Millionen Euro im Beichtstuhl verloren, wir sind gerührt, zu Tränen.
Dämonische Allianz
Unsere Kinder, die vielleicht in zehn oder fünfzehn Jahren eine Arbeit bekommen, werden die Steuern nicht mehr für ihre eigene zukünftige Vorsorge einzahlen, sondern sie werden mit ihrer Arbeit – falls sie überhaupt eine bekommen – abzahlen müssen, was in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten von ein paar Kapitalverbrechern, Wirtschaftsdämonen und von korrupten Politikern angerichtet worden ist. Oder gilt vielleicht für die dämonische und das Land und also auch die Zukunft unserer Kinder ruinierenden Allianz von Kapitalschwerverbrechern, Wirtschaftsteufeln und korrumpierbaren, einen goldenen Mastdarm als Himmels-Schlüpfer benutzenden Politikern, die Unschuldsvermutung?
Leben und Werk
Freitag, 2. Juli 2010
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