Mittwoch, 8. Mai 2013

Postmoderne Philosophie und Wirtschaftskrise

Ein fast perfektes Verbrechen - Postmoderne Philosophie und Wirtschaftskrise
Gestaltung: Michael Reitz
"Anything goes" - das ist das Schlagwort, das der österreichische Denker Paul Feyerabend für postmodernes Denken geprägt hat. Unter postmodernem Denken versteht man ein Nebeneinander verschiedener Denkstile. Diese geistige Entwicklung korrespondiert mit der Veränderung der Finanzwelt. Es entstanden der sogenannte Derivate-Markt und die "Collateralized Debt Obligations" (CDO) mit denen die Risiken mehrerer Firmen gebündelt und weiter verkauft werden konnten. Der Aktienmarkt wurde zunehmend virtueller und orientierte sich an einem simulierten, virtuellen Kreislauf des Geldes. Dieser ließ die Wirklichkeit aus dem Blick geraten. Ähnlich wie in der postmodernen Philosophie kam es in der Wirtschaftswelt zu einer Umwertung der Begriffe: Schulden, Kredite oder Risiken werden nicht mehr als Negativwerte verbucht, sondern zum Funktionieren des Systems umdefiniert. Einzelnen Bausteine aus der Zeit der Entstehung der Wirtschaftskrise von 2007/2008 und der derzeitigen Situation mit Zitaten der postmodernen Philosophie und Soziologie zeigen, wie eng die beiden Themenkreise korrespondieren. Es lohnt sich daher der Versuch, Ökonomie mit philosophischen Mitteln zu erörtern. Gestaltung: Michael Reitz

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