Es geht, so Schulz, zuerst um Werte und erst in zweiter Linie um
Ökonomie. Globaler Konkurrenzdruck dürfe nicht dazu führen, dass die EU
zu einem reinen Wirtschaftsblock verkomme, der Traditionen europäischer
Politik wie etwa den Sozialstaat oder die Konsensdemokratie hinter sich
lasse.
Zitat
Europa ist eine Idee. Diese Idee unterscheidet sich von den Ideen in
anderen Weltregionen. Es ist die Idee einer solidarischen und
demokratischen Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird und
jeder eine zweite Chance bekommt, und es ist die Idee, dass es trotz
kultureller Vielfalt eine Einheit geben kann.
Nicht
was Martin Schulz in seinem Plädoyer für eine funktionierende Europäische Union einfordert ist überraschend, sondern
wie
er über die Zukunft nachdenkt ist bemerkenswert: wütend und enttäuscht
nämlich über die Engstirnigkeit und wohl auch Unfähigkeit jener, denen
der kurzfristige Erfolg auf nationaler Ebene wichtiger ist als der
langfristige Erfolg eines Unterfangens, das aus den Erfahrungen zweier
Weltkriege hervorgegangen ist. Es ist das Solidaritätsprinzip, das
sicherstellen soll, dass auf europäischem Boden gewaltsame Konflikte der
Geschichte angehöre
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