Freitag, 3. Mai 2013

Werte statt Wirtschaft


Es geht, so Schulz, zuerst um Werte und erst in zweiter Linie um Ökonomie. Globaler Konkurrenzdruck dürfe nicht dazu führen, dass die EU zu einem reinen Wirtschaftsblock verkomme, der Traditionen europäischer Politik wie etwa den Sozialstaat oder die Konsensdemokratie hinter sich lasse.

Zitat

Europa ist eine Idee. Diese Idee unterscheidet sich von den Ideen in anderen Weltregionen. Es ist die Idee einer solidarischen und demokratischen Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird und jeder eine zweite Chance bekommt, und es ist die Idee, dass es trotz kultureller Vielfalt eine Einheit geben kann.
Nicht was Martin Schulz in seinem Plädoyer für eine funktionierende Europäische Union einfordert ist überraschend, sondern wie er über die Zukunft nachdenkt ist bemerkenswert: wütend und enttäuscht nämlich über die Engstirnigkeit und wohl auch Unfähigkeit jener, denen der kurzfristige Erfolg auf nationaler Ebene wichtiger ist als der langfristige Erfolg eines Unterfangens, das aus den Erfahrungen zweier Weltkriege hervorgegangen ist. Es ist das Solidaritätsprinzip, das sicherstellen soll, dass auf europäischem Boden gewaltsame Konflikte der Geschichte angehöre

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