Dipol-Dipol-Kräfte werden als Van-der-Waals-Wechselwirkungen
bezeichnet und treten grundsätzlich zwischen allen Arten von Atomen, Molekülen und Ionen auf, auch wenn diese
unpolar sind. Sie können anziehend oder abstoßend sein. Bei größerem Abstand zwischen den Teilchen überwiegt die
Anziehung. Die Van-der-Waals-Kräfte sind sehr schwach, addieren sich jedoch bei größeren
Assoziationsflächen. Ihre Stärke nimmt mit zunehmender Molekülgröße und Polarisierbarkeit zu.Bei zu
nahem Kontakt der Atome kommt es zu einer starken Abstoßung sowohl der positiv geladenen Kerne als auch der
vollbesetzten Orbitale (Verbot durch Pauli-Prinzip). Die Stärke der Van-der-Waals-Wechselwirkungen unter
Berücksichtigung dieser Abstoßung wird annäherungsweise durch das Lennard-Jones-Potenzial beschrieben.Man unterscheidet drei Komponenten der Van-der-Waals-Wechselwirkungen:Wechselwirkung - permanenter Dipol-permanenter Dipol (Richteffekt)Bei der Anziehung von permanenten Dipolen kommt es zur Ausrichtung der Dipole, die dadurch in einen energieärmeren
Zustand übergehen. Die Änderung der Geometrie wird aber nur dann angenommen, wenn die Anziehungskraft größer ist als
die thermische Energie. Von den drei Arten der Dipol-Dipol-Wechselwirkungen sind diese Kräfte zwischen permanenten
Dipolen die Stärksten.Abb.1
Bei der Anordnung der Dipole sind zwei energetisch günstige Anordnungen denkbar.
Freitag, 9. August 2013
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