Samstag, 8. Mai 2010

Holl - 80

Am 13. Mai feiert der Philosoph, Theologe und Religionswissenschafter Adolf Holl seinen 80. Geburtstag. – Eine kritische Würdigung.

Adolf Holl trat in mein Leben, als ich 30 Jahre alt war und er 74. Das war im Jahr 2004. Damals hatte er mich in seine Wohnung in der Hardtgasse geladen. Treffpunkt 16.30 Uhr. Die Tür öffnete mir ein Mann mit wirbelnd-weißem, schütterem Haar, mit tiefen, von Tränensäcken getragenen Augen und mit Altersflecken auf den Handrücken: Dieser Mann, das war deutlich zu erkennen, war in die Jahre gekommen. Aber wie musste ich mir den jungen Holl vorstellen, den Kaplan im heiligen Priestergewand und mit ausgebreiteten Armen zum Segensgruß? Und wie den Holl in seinen besten Jahren, als er die Kanzel gegen das Rednerpult eingetauscht hatte, in einem stickigen Saal, der vor emotionaler Spannung überzukochen droht?

Um diesen Adolf Holl zu entdecken, muss man in die Archive gehen und in den Geschichtsbüchern blättern. Der Mann, der im Jahr 2004 vor mir stand, war ein Gelehrter mit ruhigem Blick, der erst einmal "Grüß Gott" zu mir sagte.

Adolf Holl war mir lange Zeit kein Begriff. In den Neunzigerjahren, als meine Generation groß wurde, war er in der breiten Öffentlichkeit nicht mehr präsent. Dass ich ihn entdeckte, verdanke ich einem Zufall, einer historischen Untersuchung, die mich in die Siebzigerjahre des Bregenzerwaldes zurückführte. Holl war nämlich 1974 als Referent im Tal gewesen und hatte einigen Staub aufgewirbelt. Der hatte sich, nachdem er gegangen war, allerdings bald wieder gelegt. Übrig blieb lediglich ein kurzer Bericht im Pfarrblatt meines Ortes, der zwar sehr dezidiert gegen den Gast aus Wien gerichtet war – er habe nämlich die Bibel sehr einseitig ausgelegt und kläglich sei sein Abgang gewesen –, doch viel mehr war ihm leider nicht zu entnehmen. Doch dieser Name hatte mich neugierig gemacht, und ich begann, tiefer in der Geschichte zu bohren.

Es stellte sich heraus: Der gesamte Bregenzerwald stand in den Siebzigerjahren zeitweilig unter Feuer, vor allem entfacht von jugendlichen Schülern und Studenten, die sich von der Achtundsechzigern hatten inspirieren lassen und großangelegte Aktionen starteten, mit denen sie gegen die starren sozialen Strukturen und überkommenen Traditionalismus rebellierten. Holl war nur das letzte Glied dieser Kette. Er zog also damals durch die Provinzen, um zu missionieren, aber auch um Geld zu verdienen. Der Auftritt im Tal wurde ihm für damalige Verhältnisse mit 5000 Schilling köstlich vergütet.

Jedenfalls ließ sein Name die braven Bürger erzittern. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte sich eine Initiative gebildet, die mit Vehemenz den Auftritt des Kaplans zu verhindern versuchte.

Es gingen sogar Bittgesuche an den Bundespräsidenten, er solle den Holl in Wien behalten. Da diese nicht fruchteten, schritt die Initiative zur Tat. Sie barrikadierte die Straße am Eingangstor zum Tal, um den unerwünschten Gast noch rechtzeitig abzufangen. Doch die Jugendlichen waren informiert und wählten mit dem Vortragenden im Auto, den sie am Bahnhof in Dornbirn abgeholt hatten, einen anderen Weg in den "Wald". Mittlerweile hatte sich der Saal zum Bersten gefüllt, auch hatten sich Exekutivbeamte eingefunden. Man wollte auf Nummer sicher gehen, fürchtete man doch, Holls Worte könnten zu Ausschreitungen führen. Letztlich lief die Veranstaltung friedlich ab.

Vom Priester zum Autor

Aber wer war dieser Mann, dessen bloßer Name ausreichte, um ein Tal zu erschüttern, das sonst friedlich in seinem Bergidyll ruhte? Holls biographische Eckdaten sind hinlänglich bekannt: Geboren 1930 in Wien, 1948 ins Priesterseminar eingetreten, 1954 zum Priester geweiht, danach Kaplan und zeitweilig Religionslehrer in Wien, Dozent an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien, 1973 mit einem Lehrverbot belegt, 1976 vom Priesteramt suspendiert. Hauptgrund für seine kirchliche Ächtung war das 1971 erschienene Buch "Jesus in schlechter Gesellschaft", das ein Bestseller wurde.

Darin sägte er am Stamm der Kirche. Er zweifelte die Priesterkirche an und machte Jesus, analog zum "Antichristen" Friedrich Nietzsches zu einem "heiligen Anachristen". Nach dem Ende seiner priesterlichen Karriere arbeitete Holl als Autor und Publizist (mittlerweile mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet), moderierte den Club 2 und reiste für Fernsehanstalten um die Welt, um von den Weltreligionen zu berichten.

In den Siebzigerjahren war Holl ein Unruhestifter, heute spüre ich davon nichts mehr. Seine Wohnung verströmt die Aura redlicher Gelehrsamkeit. Dicke Teppiche bedecken den Flur, in Wandnischen Bücherregale, vollbestückt mit Enzyklopädien, philosophischen und religionswissenschaftlichen Werken. Im Bürozimmer vier Ledersessel, die ein Stehtischchen umgeben, darauf liegen Zeitungen und Magazine. Zum Fenster hin der Schreibtisch, in feinster Ordnung, daneben ein kleinerer Tisch, darauf eine Schreibmaschine, darüber gespannt ein Staubtüchlein. Aber wo ist der Computer, das Modem, der Drucker? Wo das Funkeln und das Glitzern, das Heute und Jetzt?

Ja, die Zeit ist dem "Ex-Kaplan" entglitten. Er ist ein Gelehrter alter Prägung, der nach wie vor sein Wissen aus Büchern und dem akademischen Diskurs bezieht. Der moderne Intellektuelle schreibt nicht mehr auf der Schreibmaschine, er surft, scrollt und mailt. Holl weiß das, aber ihn stört es nicht, dass er hier nicht mehr mithalten kann. Im Gegenteil: Er ist froh darüber, nicht mehr überall mitmachen zu müssen. Die Ozeane des Wissens sind indes nicht tiefer geworden, viel größer erscheint hingegen die Gefahr, in der unüberschaubaren Menge an Daten und Informationen der Internet- und Computerwelt an der Oberfläche stecken zu bleiben. Doch neulich wurde ich von einer SMS überrascht, die von Holl kam. Ganz ohne die neuen Medien und Kommunikationsmitteln lebt also auch er nicht.

"Wer zweifelt, der denkt." Gesagt hat das Ludwig Wittgenstein, gefunden habe ich das Diktum in Holls 2009 erschienenem Buch "Wie gründe ich eine Religion". Das "Höhere" könne er, so der Philosoph weiter, mit Worten nicht ausdrücken. Deshalb könne er sich gut eine Religion ohne Lehrsätze vorstellen, eine Religion, in der überhaupt nicht gesprochen wird. Bereits in "Jesus in schlechter Gesellschaft" wurde Wittgenstein zitiert: "Wir fühlen, dass, selbst wenn alle möglichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berührt sind."

Der Zweifel war und ist die Haupttriebfeder in Holls Leben: da steht zum einen "der Schock eines jungen Priesters, der zu seiner Bestürzung entdecken musste, dass sein Amt mit den wahren Absichten seines geliebten Meisters wenig zu tun hatte" ("Jesus in schlechter Gesellschaft"), zum anderen sein Verstand, der ihn zwar zu dieser Erkenntnis geführt hat, jedoch kläglich scheitert, wenn es darum geht, Antworten auf das große Geheimnis unseres Seins zu finden. Aus diesem Zwiespalt schöpfte Holl die Energie für sein Lebenswerk. Es umfasst über dreißig Bücher.

Einladung zur Bilanz

Auch ich war getrieben vom Zweifel, als ich 2004 Holl anrief und ihn einlud, nochmals in den Bregenzerwald zu kommen. Diesmal aber, um Bilanz zu ziehen. Holl kam nicht mehr mit dem Zug, sondern mit dem Flugzeug. Auch trachtete niemand mehr danach, ihn auf der Straße abzufangen. Der Lokalzeitungen kündigten lediglich mit einer kurzen Notiz die Veranstaltung an, und als Holl den Saal betrat, waren nicht 300 Personen anwesend, sondern nur fünfzig. Er strich sich übers Sakko, legte seine Brille ab und begann sein Referat zu verlesen: "Falls ich Papst werden sollte, müsste ich zuerst einmal zum Kardinal ernannt werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist das eher unwahrscheinlich." Vor dreißig Jahren wären bereits da die ersten Fäuste gehoben worden, jetzt gab es weder Raunen noch Räuspern.

Holl ließ sein Leben Revue passieren, sprach von der Befreiungstheologie, vom Ende des Kalten Kriegs und des Kommunismus, vom muslimischen Erwachen und natürlich von der 68er-Bewegung. Die Bilanz in Bezug auf die einstigen Ideale war wenig ermunternd: "Eigentlich müsste ich wie ein verbitterter Mensch vor Ihnen stehen (. . .). Jedoch mich wunderts, dass ich so fröhlich bin". Er habe Glück gehabt, alles, was er unternommen, habe ihm Freude bereitet: Das Marschieren als "strammer Pimpf" im deutschen Jungvolk, die Jahre unter Gleichgesinnten im Priesterseminar, die Aufbauarbeit der Katholischen Jugendarbeit, auch das Redenschreiben für Kardinal König. Im Nachhinein sei er dem Kardinal sogar dankbar, dass er ihn 1973 freigestellt habe ("der Petersplatz in Rom lockt mich nicht mehr"). Seine Bücher hätten Erfolg gehabt, er habe eine Lebensgefährtin gefunden, mit der noch immer zusammen sei.

Aber die äußerlichen, weltlichen Dinge und Erfahrungen, die kommen und gehen, was sind sie im Vergleich zum Glauben? Ich habe Holl immer als einen gutgelaunten, ausgeglichenen Menschen wahrgenommen, der über sich selbst und sein Tun lächeln kann, weil er um die Grenzen der Gelehrsamkeit weiß.

Aber in punkto Glauben ist mir dieser Mensch etwas fremd geblieben. Warum schreibt jemand so viele Bücher über Gott und die Religionen, wenn er weiß, dass er mit Buchstaben das Geheimnis nie wird lüften können? Warum legt er nicht wenigstens einmal seinen Gelehrtenmantel ab, verlässt die Stadt und lässt seine Sinne nach dem Einzigartigen suchen?

Adolf Holls Worte versprühen ohne Zweifel Übersinnlichkeit, aber manchmal habe ich das Gefühl, er glaube immer noch, mit seinem Verstand irgendwann die vielen dunklen Ecken ausleuchten zu können. Wir werden ja sehen. Vorerst sei ihm zum 80. Geburtstag herzlich gratuliert.

4 Kommentare:

Watzenböck hat gesagt…

Wie gründe ich eine Religion

Ein philosophisches und kluges Manifest. Das fulminante Werk eines großen Freigeistes.



Buddha ist im Wald verschwunden, Jesus in die Wüste gegangen, Mohammed in der Höhle gehockt, um sich einen Namen zu machen. Was macht Adolf Holl? Er geht zum Frisör und verknüpft in freier Assoziation Philosophie und Literatur mit der spirituellen Geistesgeschichte, um wieder zum profanen Leben zurückzukehren.

Der Freigeist Adolf Holl hat ein Manifest geschrieben. Ein essenzielles, profundes und liebevolles Manifest. Mit der festen Absicht, eine Religion zu gründen, reitet Holl in einem wilden Parcours durch die Geschichte der Religionen, der großen und kleinen. Spürt ihnen nach und fragt nach dem "Warum", nach der Notwendigkeit eines Glaubensbekenntnisses. Denn die heutige Zeit hat die einstigen Glaubensverkünder aus der Wüste wieder in die Wüste zurückgeschickt. Und jetzt muss eine Lösung her: eine neue Religion!

Adolf Holl stellt Fragen und sucht Antworten. Nur eines scheint sicher: Die brauchbare Religion muss noch erfunden werden. Ironisch, witzig, und gehaltvoll beschreibt er die Sehnsucht nach einer Glaubensgemeinschaft, die funktioniert und lebbar ist.

Watzenböck hat gesagt…

Über den Zweifel und die Last der Theorie

CT: Die Last der Theorie ist keine Erfindung der Theoretiker. Sie liegt der Kunst objektiv auf, ist eine ihrer großen Hypotheken in der Gegenwart. Der Drang der Kunst zum Kommentar, sowohl bei den Künstlern als auch bei den Rezipienten, ist unübersehbar. Das hat damit zu tun, dass sich heutzutage im ganzen Betriebssystem Kunst nichts mehr von selbst versteht. Jeder, der anfängt, sich mit Kunst zu beschäftigen, ist objektiv in der Situation des Zweifels, ob er sich das eingesteht oder nicht. Doch wo Zweifel ist, ist auch Denken. Das hat Descartes wunderbar gezeigt. Wenn ich Sicherheit gewinnen will, muss ich erst einmal alles bezweifeln. Daran aber, dass ich zweifle, kann ich nicht zweifeln. Der elementare Denkakt des Zweifel ist mir gewiss: „Ich denke, also bin ich.“ Zwar muss sich nicht jeder Kunststudierende oder Kunstbetreibende notwendigerweise in die Situation des cartesischen Zweifels begeben, doch ist er immer von einer objektiven Unsicherheit betroffen und wird von dieser unweigerlich angenagt. Was ist Kunst? Was gilt? Was ist eine verbindliche ästhetische Grammatik? Ist nicht schon alles gesagt? Ist der Kunstbetrieb nicht eine einzige große babylonische Sprachverwirrung? Als Philosoph bin ich nicht derjenige, der diese Fragen aufwirft. Ich bin bloß ihr Sprachrohr. Die Studierenden sollen merken, dass dies, ob sie wollen oder nicht, ihre eigenen Fragen sind, die längst da sind, wo sich jemand entschließt, ein Kunststudium anzutreten. Mir geht es darum, die Bereitschaft zu wecken, diese Fragen, also die objektive Last der Theorie auf der Kunst, wahrzunehmen und zu reflektieren, wie man damit umgehen kann. Wenn deutlich wird, dass der ganze Kunstbetrieb von Zweifel durchtrieben ist und darüber eine aktive Reflexion einsetzt, so kann das dazu führen, dass die Leute ihre Hemmschwellen überwinden und, mit Lacan zu reden, sich „freisprechen“. Dieses „Freisprechen“ soll natürlich in der den Studierenden eigenen Sprache erfolgen. Das ist an der HGB gewöhnlich eine Bildsprache. Dennoch stellt manch einer bei der Beschäftigung mit Theorie fest, dass die verbal-reflektierende Sprache ihm viel mehr liegt als die Sprache der Kunst. Dies kann dazu führen, dass derjenige sich umorientiert, einen andern Studiengang wählt, andere ästhetische Projekte in Angriff nimmt oder sich mitsamt seiner erworbenen Kunstpraxis in einer Zwischenposition wie Galerist, Kurator etc. neu verortet.

Watzenböck hat gesagt…

Über das Studium und das gegenseitige Geben und Nehmen in einer philosophischen Auseinandersetzung

CT: Meine ursprüngliche Vorstellung eines philosophischen Grundstudiums war, philosophische Basistexte, von der Antike bis zur Neuzeit, zu lesen. Klassiker wie Platon, Descartes, Kant. Im Hauptstudium sollte dann darauf aufbauend verstärkt sach-, projekt- und themenbezogen gearbeitet werden. Dieses Konzept stellte sich allerdings für die HGB als ebenso ungeeignet heraus wie das einsame Beschließen von Themen für das nächste Semester. Deshalb habe ich diese Vorstellung auch aufgegeben und versuche, die Studenten mehr in die Planung mit einzubeziehen. Auch die Neustrukturierung des Grundstudiums hatte Auswirkungen auf die Rolle der Philosophie. Ich habe Wert darauf gelegt, dass alle Studierenden der HGB, wenn wir denn die Theorie ernst nehmen, genötigt sind, einen Leistungsnachweis Philosophie im Grundstudium zu erbringen. Wenn es ihnen danach reicht, wissen sie wenigstens, wogegen sie sich entscheiden. Nun befinde ich mich in der misslichen Lage, im Gegensatz zu vier Kollegen und Kolleginnen in der Kunstgeschichte, als einzelner alle Studierenden betreuen zu müssen. Ob dies auch bei anwachsenden Immatrikulationszahlen weiterhin zu leisten ist, bleibt abzuwarten. Da ich nicht allen die Möglichkeit bieten kann, aus einem Referat innerhalb eines Seminar eine Arbeit zu entwickeln, habe ich mich zu einer übergreifenden Lösung entschlossen. Sie besteht in einer maximal zehnseitigen Arbeit zu einem frei gewählten Thema. Die Studierenden sollen über etwas schreiben, was sie sich immer schon mal klar machen wollten und sie bewegt. Sie haben freie Hand, sich neben philosophischen auch mit kunsthistorischen, ästhetischen oder politischen Themen auseinander zu setzen. Die einzige Forderung, die ich stelle, ist: Es muss eine inhaltliche Absprache geben. Nicht im Sinne von Zensur. Es geht lediglich darum, das Thema auf den Punkt zu bringen, bearbeit- und ausdrückbar zu machen. Wir formatieren es gemeinsam. Dabei kommt es gewissermaßen zu einer individuellen philosophisch-praktischen Übung für jeden einzelnen. Die Studenten werden gedanklich in die jeweilige Sache verwickelt. Sie können sozusagen daran riechen, was lebendiges Philosophieren wäre. Ähnlich wird später auch bei den theoretischen Diplomarbeiten verfahren. Diese haben mittlerweile eine bemerkenswerte Qualität erreicht und stehen philosophischen Magisterarbeiten in mancher Hinsicht keineswegs nach. Die guten unter ihnen zehren von einer spezifisch künstlerischen Originalität, von der phänomenologischen Begabung für Details und überraschende Querverbindungen. Das wiegt manches Lesedefizit auf. Solche Arbeiten sind mir viel lieber als die philosophischen Standardarbeiten, in denen ein Literaturpensum geistreich abgearbeitet wird. Kaum eine Arbeit, bei der ich selbst nichts lerne. Es entsteht eine Situation des Gebens und Nehmens. Bei der Beratung bin ich zunächst in der Rolle des Zuhörers, aus der heraus ich dann gewisse Hilfestellungen leiste. In meinen Vorlesungen versuche ich hingegen, die Studierenden als Zuhörer zu gewinnen, um sie auf eine allgemein verständliche Weise in meine Forschungsthemen einzubeziehen. Wir begeben uns gemeinsam auf eine Entdeckungsreise in Gebiete, die ich selber erst erkunden will.

Watzenböck hat gesagt…

"For years the Third Person of the Christian Trinity has either been neglected or just demoted to second-class status. This book almost makes up for all that....The book may annoy some people but it will inform and (may I say it) entertain more." --Harvey Cox, Thomas Professor of Divinity, Harvard University and author of Fire from Heaven: The Rise of Pentecostal Spirituality and the Reshaping of Religion in the Twenty-First Century "At this first time in history when all world religions can talk and meet, it is so important to see the work of the Holy Spirit in a broader and non-denominational way. Adolf Holl has created a masterpiece of scholarship, history, readability, and a vocabulary for holiness." --Rev. Richard Rohr, O.F.M., Center for Action & Contemplation, Albuquerque, New Mexico "Adolf Holl gifts us with an urbane, sardonic travelogue of the Holy Spirit's manifestations through history. Writing in a punchy yet lyrical style, the author is no pedantic guide, but rather a raconteur for whom every moment is equidistant, and Joachim of Fiore (d. 1201) rubs shoulders with Hitler and Stalin. There will be no other book about the Holy Spirit quite like it." --Walter Wink, Professor of Biblical Interpretation, Auburn Theological Seminary, New York, and author of The Powers That Be "What a brilliant idea, brilliantly realized! Who or what is this mysterious third member Who (or which) proceeds from the Father and the Son: A dove-like creature? A beam of light? A violent wind? The Word spoken through the prophets? The force that could pull off an immaculate conception? The terror of the Apocalypse? Holl gives us the history, the sociology, the literature, the theology and the politics of the Holy Spirit. This 'biography' is a fascinating and important book." --James Reston, Jr., author of The Last Apocalypse "Behind every religious belief lies breath, ruach, pneuma, animus, pure spirit, the very stuff of the soul--all of it very hard to handle. But Adolf Holl has done just that. With The Left Hand of God and a generous, eclectic and evolutionary approach, he has succeeded--perhaps as well as anyone can--in laying the Holy Ghost." --Lyall Watson, author of Gift of Unknown Things and Dark Nature: A Natural History of Evil From the Hardcover edition.